Leuchtreklame zweiseitig – Ausleger, die aus beiden Richtungen gelesen werden

Leuchtreklame zweiseitig – der Ausleger quer zur Fassade

Zweiseitige Leuchtreklame steht quer zur Gebäudewand und leuchtet nach beiden Seiten. Sie wird aus beiden Gehrichtungen gelesen und ist damit die wirksamste Form der Straßenwerbung: Ein Ausleger erreicht Passanten und Autofahrer, bevor sie auf Höhe des Eingangs sind. Gefertigt nach Maß, in eigener Produktion in Leonberg bei Stuttgart.

Wann lohnt sich ein zweiseitiger Ausleger?

  • Straßen und Gehwege mit Querverkehr – die Anlage wird von links und rechts gelesen, nicht erst frontal.
  • Apotheken, Praxen, Gastronomie – klassische Auslegerposition über dem Gehweg, weithin sichtbar.
  • Enge Ladenzeilen – wo eine flächenbündige Anlage erst im letzten Moment auffällt.

Für frontale Sichtachsen ist einseitige Leuchtreklame die günstigere und leichtere Lösung.

Technik und Außentauglichkeit

Zweiseitige Anlagen tragen beidseitig Front und LED-Bestückung, deshalb liegen die Bautiefen höher – üblich sind 10 bis 20,3 cm. Für außen gilt Schutzart IP65 oder höher: vergossene LED-Module und Netzteile, Aluminium-Hohlkammerprofil mit Entwässerung, Front aus original Plexiglas® (Evonik). Die Wandbefestigung wird auf Windlast ausgelegt und zum Untergrund passend geplant.

Was kostet zweiseitige Leuchtreklame?

Ein Ausleger kostet mehr als eine einseitige Anlage gleicher Größe, weil zwei Fronten, zwei Digitaldrucke und die doppelte LED-Bestückung verbaut werden – gerechnet wird trotzdem transparent über Fläche, Bautiefe, Front und Ausstattung. Der Konfigurator zeigt den Preis sofort und verbindlich; zweiseitige Modelle beginnen bei rund 260 € netto.

Häufige Fragen

Braucht ein Ausleger eine Genehmigung? Wenn er in den öffentlichen Verkehrsraum ragt, meist ja. Die örtliche Werbeanlagensatzung regelt Ausladung und Höhe – wir liefern die Maßzeichnung für den Antrag.

Sind beide Seiten gleich? Standardmäßig ja, auf Wunsch bedrucken wir beide Seiten unterschiedlich – etwa Logo zur Straße, Öffnungszeiten zum Eingang.

Textil oder Acryl? Textilfronten sind leichter und selbst wechselbar, Acryl ist robuster gegen mechanische Belastung.

Alle Bauformen im Überblick: Leuchtreklame. Systemvergleich und Technik unter Leuchtwerbung und LED-Lichtwerbung.

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Häufige Fragen zur zweiseitigen Leuchtreklame

Brauche ich für einen Ausleger eine Genehmigung?

Sobald die Anlage in den öffentlichen Verkehrsraum ragt, in aller Regel ja. Ausladung und lichte Höhe über dem Gehweg regelt die örtliche Werbeanlagensatzung, oft sind mindestens 2,50 m Durchgangshöhe gefordert. Die Maßzeichnung für den Antrag liefern wir mit.

Warum ist zweiseitig teurer als einseitig?

Weil zwei Fronten, zwei Digitaldrucke und die doppelte LED-Bestückung verbaut werden und das Profil die höhere Last tragen muss. Gerechnet wird trotzdem transparent über Fläche, Bautiefe, Front und Ausstattung; zweiseitige Modelle beginnen bei rund 260 € netto.

Können beide Seiten unterschiedlich bedruckt werden?

Ja. Standardmäßig sind beide Seiten identisch, auf Wunsch bedrucken wir sie unterschiedlich – zum Beispiel Logo zur Straße und Öffnungszeiten zum Eingang hin.

Welche Bautiefe ist bei zweiseitigen Anlagen üblich?

10 bis 20,3 cm. Die höhere Tiefe ist konstruktiv nötig, weil beide Seiten getrennt ausgeleuchtet werden und die Lichtkammern sich nicht gegenseitig durchscheinen dürfen.

Wie wird ein Ausleger montiert?

Über einen Auslegerarm oder eine Wandkonsole, die auf Windlast ausgelegt wird. Bei Wärmedämmverbundsystemen setzen wir Montagezylinder, damit die Last in die tragende Wand geht und die Dämmung nicht gequetscht wird.

Ist der Betrieb teuer?

Nein. Moderne LED-Bestückung liegt bei etwa 30–50 Watt pro m² Leuchtfläche, rund 70 % unter einer vergleichbaren Anlage mit Leuchtstoffröhren. Mit Dämmerungsschalter und Dimmung sinkt der Verbrauch weiter.

Den Ausleger planen – hier entscheidet das Baurecht mit

Ausladung und lichte Höhe

Zwei Maße bestimmen, ob Ihr Ausleger genehmigt wird: wie weit er in den Verkehrsraum ragt (Ausladung) und wie hoch die Unterkante über dem Gehweg liegt. Vielerorts sind mindestens 2,50 m gefordert, über Fahrbahnen deutlich mehr. Die zulässige Ausladung regelt die örtliche Satzung – üblich sind Werte um 0,8 bis 1,2 m.

Sondernutzung des öffentlichen Grundes

Sobald die Anlage über die Grundstücksgrenze in den öffentlichen Raum ragt, kommt zur Baugenehmigung die Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde hinzu. Sie ist meist gebührenpflichtig und wird jährlich abgerechnet. Kalkulieren Sie das mit ein.

Wind und Befestigung

Ein Ausleger ist ein Hebel: die Last aus Eigengewicht und Wind wirkt am Ende des Arms und wird an der Wandkonsole vielfach verstärkt. Die Anlage gehört deshalb in tragendes Mauerwerk, nicht in vorgehängte Fassade. Für den Antrag liefern wir Maßzeichnung, Gewicht und Anschlusspunkte.

Beidseitiges Motiv durchdenken

Standardmäßig sind beide Seiten identisch. Häufig ist die getrennte Belegung sinnvoller: zur Straße das Logo, zum Eingang hin Leistung oder Öffnungszeiten. Der Aufpreis für den zweiten Druck ist gering.

Höhe und Sichtachse

Hängen Sie den Ausleger auf Augenhöhe der Fahrzeuge, nicht möglichst hoch. Werbung im zweiten Obergeschoss wird im Straßenverkehr schlicht nicht gelesen.

Aufbau der zweiseitigen Anlage

Verstärktes Profil

Der zweiseitige Korpus trägt zwei Fronten und die Kräfte aus dem Hebelarm. Wir setzen deshalb ein kräftigeres Aluminium-Hohlkammerprofil ein als bei einseitigen Anlagen gleicher Fläche – erkennbar am höheren Gewicht, spürbar an der Verwindungssteifigkeit.

Zwei getrennte Lichtkammern

Beide Seiten werden eigenständig ausgeleuchtet. Zwischen den Kammern liegt eine Trennebene, damit das Licht der einen Seite nicht durch die andere Front durchscheint und das Motiv aufhellt. Das ist der eigentliche konstruktive Grund für die größere Bautiefe von 10 bis 20,3 cm.

Wandkonsole und Tragrohr

Die Konsole ist Teil der Statik, nicht Zubehör. Sie wird passend zur Anlagengröße ausgelegt und für den Außeneinsatz korrosionsgeschützt geliefert. Die Zuleitung wird durch die Konsole geführt, damit außen kein Kabel sichtbar bleibt.

Fronten und Druck

Zwei Fronten aus opalem Acryl mit je eigenem Digitaldruck auf Backlit-Material. Beide Seiten werden bei uns aus demselben Datensatz und in derselben Charge gedruckt – das vermeidet sichtbare Farbunterschiede zwischen den Seiten.

Elektrik

Beide Kammern werden über ein gemeinsames, entsprechend dimensioniertes Netzteil in IP67 versorgt. Die höhere Bestückung ist der Grund für den Mehrpreis gegenüber einseitig – nicht der Rahmen allein.

Ausleger montieren

Verankerung im tragenden Untergrund

Die Wandkonsole wird mit Verbundankern oder Schwerlastdübeln im tragenden Mauerwerk verankert. Vorgehängte oder gedämmte Fassaden müssen durchdrungen werden – hier führt kein Weg an einer Durchsteckmontage oder einem Montagezylinder vorbei.

Reihenfolge auf der Baustelle

Erst Konsole setzen und ausrichten, dann die Anlage einhängen und verschrauben, zuletzt anschließen. Die Anlage vor der Elektroanbindung mechanisch endgültig zu fixieren, spart eine zweite Anfahrt.

Senkrecht und lotrecht ausrichten

Ein Ausleger steht frei im Raum – jede Abweichung von der Senkrechten sieht man von der Straße sofort. Vor dem Festziehen in beiden Achsen prüfen.

Kabelführung

Die Zuleitung wird durch Konsole und Tragrohr in den Korpus geführt. Der Wanddurchbruch wird nach außen abgedichtet und leicht nach außen fallend gebohrt, damit kein Wasser ins Mauerwerk läuft.

Nach Sturm kontrollieren

Prüfen Sie die Verschraubung der Konsole nach dem ersten starken Sturm und danach jährlich. Ein Ausleger arbeitet bei Wind – nachziehen ist Wartung, kein Mangel.

Zwei Seiten, ein Standort – die Effizienzrechnung

Werbewirkung pro Watt

Ein zweiseitiger Ausleger verbraucht etwa doppelt so viel wie eine einseitige Anlage gleicher Fläche, wird aber aus beiden Fahrtrichtungen gelesen. Verglichen mit zwei getrennten einseitigen Anlagen an zwei Standorten ist er die sparsamere Lösung: eine Zuleitung, ein Netzteil, ein Fundamentpunkt.

Rechenbeispiel

Ein Ausleger mit 2 × 0,8 m² nimmt rund 70 bis 100 Watt auf. Bei 12 Stunden täglich ergibt das etwa 370 kWh im Jahr – rund 110 Euro bei 30 Cent je Kilowattstunde, für Sichtbarkeit in beide Richtungen rund um die Uhr des Ladenbetriebs.

Nachtabsenkung nutzen

Gerade bei Auslegern lohnt die Zeitsteuerung: Nach Mitternacht liest niemand mehr die Öffnungszeiten. Eine Abschaltung von 24 bis 6 Uhr senkt den Verbrauch um ein Viertel und beugt zugleich Beschwerden aus der Nachbarschaft vor.

Module statt Anlage tauschen

Fällt eine Seite aus, ist fast immer ein Modul oder das Netzteil betroffen – beides ist einzeln tauschbar, ohne die Anlage abzuhängen. Ersatzteile halten wir auch Jahre nach der Lieferung vor.