LED-Lichtwerbung – Technik, Preise und Anwendungsbeispiele
Lichtwerbung ist der Fachbegriff der Branche für beleuchtete Werbeanlagen. Seit die LED die Leuchtstoffröhre abgelöst hat, hat sich fast alles daran verändert: Bautiefe, Stromverbrauch, Lebensdauer, Wartung. Diese Seite erklärt die Technik hinter der LED-Lichtwerbung so, dass Sie ein Angebot beurteilen können – und zeigt, welche Faktoren wirklich den Preis bestimmen.
Die Technik im Detail
LED-Module statt Röhren
Moderne Lichtwerbung wird mit LED-Modulen auf Platinenstreifen bestückt, die im Raster auf den Gehäuseboden geklebt oder geschraubt werden. Entscheidend ist nicht die Zahl der LEDs, sondern das Verhältnis von Modulabstand zu Bautiefe: Je flacher der Kasten, desto enger muss das Raster sein, sonst zeichnen sich die einzelnen Lichtpunkte auf der Front ab. Deshalb ist ein sehr flacher Leuchtkasten technisch aufwendiger als ein tiefer – und nicht automatisch billiger.
Für Kantenbeleuchtung (Edge-Lit) sitzen die LEDs im Rahmen und strahlen in eine Lichtleiterplatte. Das ergibt extrem flache Aufbauten für den Innenbereich, verlangt aber homogene Module und saubere Kantenverarbeitung. Einzelne LED-Module führen wir auch separat, etwa für Reparaturen und Umrüstungen.
Netzteile: die häufigste Fehlerquelle
Die meisten Ausfälle an Lichtwerbung sind keine LED-Defekte, sondern Netzteilprobleme. Wichtig sind drei Punkte:
- Schutzart: IP20 nur im Innenbereich, im Außenbereich IP65 oder höher – oder das Netzteil sitzt geschützt im Gebäude.
- Spannung: 12 V oder 24 V, passend zu den Modulen. 24 V erlaubt längere Stränge bei geringerem Spannungsabfall.
- Reserve: Ein Netzteil sollte nicht dauerhaft am Limit laufen. Rund 20 % Leistungsreserve verlängern die Lebensdauer spürbar.
Unsere LED-Netzteile sind nach Ausgangsspannung, Leistungsklasse und Einsatzbereich sortiert – inklusive Ausführungen mit Kurzschluss-, Überlast- und Überhitzungsschutz sowie dimmbarer Varianten (1–10 V, DALI, PWM).
Lichtfarbe und Helligkeit
Für klassische Werbeflächen ist neutralweiß bis kaltweiß (rund 5.000–6.500 K) üblich: Es wirkt sauber, hebt Farben im Digitaldruck und setzt sich abends gegen Straßenbeleuchtung durch. Warmweiß (etwa 3.000 K) passt zu Gastronomie, Hotellerie und Innenräumen. Wichtiger als der reine Lumen-Wert ist die gleichmäßige Ausleuchtung: Eine homogene Fläche mit weniger Lumen wirkt hochwertiger als eine hellere mit sichtbaren Lichtpunkten oder dunklen Ecken.
Wetterfeste Lichtwerbung
Für den Außenbereich zählen Gehäusedichtigkeit, Entwässerung und UV-Beständigkeit. Wir arbeiten mit Aluminium-Hohlkammerprofilen (natur, silber eloxiert oder RAL-lackiert) und Fronten aus Original Plexiglas® von Evonik – alterungs- und witterungsbeständig, mit 30 Jahren Herstellergarantie auf das Material. Digitaldrucke für hinterleuchtete Anlagen sind wasserfest.
Was LED-Lichtwerbung kostet
Statt Pauschalpreisen nennen wir die Faktoren – und zeigen den Endpreis direkt im Konfigurator:
- Fläche (m²) – der größte Hebel; Profil, Front, LED-Menge und Netzteilgröße hängen daran.
- Ein- oder zweiseitig – die zweite Leuchtfläche bedeutet doppelte Front und annähernd doppelte Bestückung.
- Bautiefe – sehr flache Aufbauten brauchen ein engeres LED-Raster.
- Front – Acryl mit Digitaldruck oder Textilbahn mit Keder (später wechselbar).
- Ausstattung – Dimmung, Dämmerungsschalter, Sonderfarbe RAL, Befestigungsart.
Betriebskosten rechnen Sie so: Watt × Brenndauer in Stunden ÷ 1.000 × Strompreis. Bei rund 30–50 Watt pro m² kommt eine 2 m²-Anlage auf etwa 80 Watt; bei zehn Stunden täglich sind das ungefähr 290 kWh im Jahr. Gegenüber Leuchtstoffröhren sind das bis zu 70 % Ersparnis – eine Umrüstung amortisiert sich häufig in etwa 18 Monaten. Mit Zeitschaltuhr oder Dämmerungsschalter sinkt der Wert weiter.
Logo-Lichtwerbung: zwei Wege zum Ziel
Weg 1 – Logo im Digitaldruck: Das Logo wird auf die Front gedruckt oder als Textilbahn gespannt. Günstig, jede Farbe möglich, jederzeit austauschbar – die richtige Wahl bei komplexen Logos mit Verläufen und feinen Details.
Weg 2 – Logo als plastisches Element: Schriftzug und Signet werden als 3D-Leuchtbuchstaben gebaut, frontleuchtend oder mit Halo-Effekt. Deutlich hochwertigere Wirkung, klar teurer, dafür unverwechselbar.
Für Apotheken kombinieren wir beides häufig mit dem beleuchteten Apotheken-A. Freistehende Standorte lösen wir über Werbepylone.
Häufige Fragen zur LED-Lichtwerbung
Wie lange halten LED-Module in der Lichtwerbung?
Die LED selbst altert langsam; begrenzend sind in der Praxis Wärme, Feuchtigkeit und das Netzteil. Deshalb bauen wir modular: Im Servicefall wird ein Modul oder ein Netzteil getauscht, nicht die komplette Anlage.
Warum sieht man bei manchen Anlagen einzelne Lichtpunkte?
Weil Modulabstand und Bautiefe nicht zusammenpassen. Bei zu flachem Gehäuse mit zu weitem Raster bildet sich der Punkt auf der Front ab. Das lässt sich nachträglich nur durch zusätzliche Module oder eine stärker streuende Front korrigieren.
Kann ich meine alte Anlage auf LED umrüsten?
Häufig ja: Gehäuse und Front bleiben, Röhren und Vorschaltgeräte weichen LED-Modulen samt passendem Netzteil. Prüfen Sie vorher die Innenhöhe, den Zustand der Dichtungen und ob die Front bereits vergilbt ist.
Welche Schutzart brauche ich?
Innen IP20, außen IP65 oder höher. Bei Anlagen, die stark dem Wetter ausgesetzt sind, zählen zusätzlich Verklebung und Entwässerung des Gehäuses – die Schutzart des Netzteils allein reicht nicht.
Ist LED-Lichtwerbung dimmbar?
Ja, mit passendem Netzteil über 1–10 V, DALI oder PWM. Sinnvoll dort, wo nachts geringere Helligkeit gefordert ist – etwa in Wohngebieten oder nach kommunalen Auflagen zur Lichtimmission.
Wo sehe ich den Preis?
Direkt im Konfigurator: Maße eingeben, Bauart und Ausstattung wählen, Preis erscheint sofort – verbindlich, inklusive Digitaldruck, versandkostenfrei innerhalb Deutschlands, Versand nach 8–10 Arbeitstagen.
Weiter zum passenden System
Sie wissen jetzt, wie die Technik funktioniert – welches System zu Ihrem Standort passt, klärt der Systemvergleich zur Leuchtwerbung. Alle Bauformen und Preise finden Sie im Bereich Leuchtreklame.
Signboxx – Freude Leuchtkästen GmbH, Mollenbachstr. 55, 71229 Leonberg, Telefon +49 7152 619 02 02. Eigene Fertigung in Deutschland, quecksilberfreie LEDs, zu 100 % recycelbares Aluminium, Kauf auf Rechnung für Firmenkunden, Behörden und Vereine.













































